VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

EU-Zahlen 2012: Zoll beschlagnahmt gefälschte Kosmetikprodukte im Gegenwert von fast 65 Mio. Euro

Kosmetikverband warnt eindringlich vor Gesundheitsgefährdung durch Markenfakes.

Die  heute  von  der Europäischen Kommission  veröffentlichte  Statistik  über Zollbeschlagnahmen  zeigt  erneut  dramatische Werte. Im  Jahr  2012 konnten die  Zollmitarbeiter  europaweit insgesamt 40 Millionen gefälschte Produkte an den Außengrenzen der EU aufgreifen. Der  Hauptteil der Waren stammt dabei seit Jahren aus China. Der geschätzte Wert der Originalprodukte  liegt bei fast 1 Mrd. Euro.

Produkt- und  Markenpiraterie  ist  nicht  nur  innovationsfeindlich  und  zerstört  das  Markenimage,  sondern gefährdet  insbesondere  auch  die  Verbrauchersicherheit.  Das  ist  den  Konsumenten  häufig  nicht bewusst bzw. sie sind sich über die ernsthaften Folgen nicht im Klaren. 

Martin Ruppmann, VKE-Geschäftsführer:  „Markenfakes  sind  nicht  sicher.  Mit  der Verwendung von  gefälschter  Kosmetika  - die  minderwertige bzw. verunreinigte Rohstoffe  enthalten können - ist ein  enormes gesundheitliches Risiko  verbunden.  Nicht  zugelassene  Rohstoffe  oder  falsche  Konzentrationen  können  Allergien  auslösen,  Sonnenpflege  ohne  Lichtschutz  führt  zu  gefährlichen  Verbrennungen,  Schadstoffe  können zu  Verätzungen  führen.  Gefälscht  wird  alles,  was  beim  Verbraucher gut ankommt. Düfte haben dabei einen besonders hohen Anteil. Die Unternehmen des  selektiven  Kosmetikvertriebs  investieren  deshalb  jedes  Jahr  Millionen  in  die  Bekämpfung  dieser  höchst kriminellen Fälscheraktivitäten.“

Viele deutsche bzw. in Deutschland ansässige Kosmetikunternehmen sind seit Jahren massiv von den  Auswirkungen der Produkt- und Markenfälschungen betroffen. Im letzten  Jahr konnte der Zoll über 3.000 Grenzbeschlagnahmen an den Außengrenzen der EU durchführen. Dabei wurden Kosmetika im  Wert der Originalprodukte von fast 65 Mio. Euro gesichert. Das entspricht einer Steigerung um 73 Prozent. Kosmetika gehören damit zu den Top 7 der beschlagnahmten Waren.

„Dennoch bleibt die Dunkelziffer enorm hoch. Deshalb warnen wir die Konsumenten, die jetzt in den Urlaub reisen, eindringlich vor dem Kauf bei oftmals dubiosen, nicht offiziell autorisierten Händlern“,  erklärt Martin Ruppmann.

Der VKE-Kosmetikverband, Berlin wurde 1952 in Frankfurt am Main gegründet und nimmt die gemeinsamen Berufs- und Fachinteressen der Distributeure bzw. Hersteller selektiv vertriebener Duft- bzw. Kosmetikprodukte in Deutschland wahr. Mitglieder des VKE sind heute fast 60 deutsche Vertriebstöchter ausländischer Stammhäuser bzw. inländische Kosmetikproduzenten, die über 200, zum Teil weltbekannte Marken und einen Umsatz von ca. 2 Mrd. € repräsentieren.

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