VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

BABOR spielt Zukunftsmusik: das Lager von Deutschlands führender Hautpflege Marke arbeitet mit Daten-Brillen

BABOR Vorplatz

Nicht nur in den Laboren von BABOR, sondern auch im Lager des deutschen Kosmetikherstellers hat die Zukunft längst begonnen

Im 12.000 Quadratmeter großen Lager wird mit einer intelligenten Datenbrille gearbeitet. In einer Entwicklungspartnerschaft mit der Firma Logcom hat BABOR das System Picavi entwickelt.
Die Brillen basieren auf dem Google Glass und leiten die Lager-Mitarbeiter seit August 2015 durch die Regale.

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"Schon jetzt zeichnet sich ein sensationeller Erfolg ab", so BABOR Geschäftsführer Horst Robertz. "Die Mitarbeiter haben die Hände frei und wir sehen eine Zeitersparnis von 20 Prozent."

Das System ist das weltweit erste auf einer Datenbrille basierende Kommissionierungs-Tool. "Natürlich war es am Anfang eine kühne Idee, die sich im Verlauf zu einer konkreten Maßnahme zur Optimierung unserer Arbeitsabläufe entwickelte", erinnert sich Robertz. "Aber genau das zeichnet die Unternehmensphilosophie von BABOR aus: wir gehen neue Wege. Dieser Pioniergeist wird von allen Mitarbeitern mitgetragen. Nur so kann solch ein innovatives Projekt funktionieren."

 BABOR Lager

Picavi steht für pick-by-vision. In einem kleinen Display im rechten Brillenglas wird dem Mitarbeiter der Auftrag eingeblendet. Dabei wird jeder Schritt mit Hilfe eines in die Brille eingebauten Scanners bestätigt: So werden Stellplatznummer und Artikel überprüft; Pickfehler werden ausgeschlossen. Ist der korrekte Artikel auf dem Stapler, wird zudem automatisch ein Etikett für den Transport des Artikels in der Fahrerkabine ausgedruckt und die Brille zeigt die Ablagestelle an. Mit einer Kamera werden Barcodes gelesen und per WLAN übertragen. So werden die Daten laufend aktualisiert. Ist ein Auftrag abgeschlossen, erscheint der nächste in der Brille. Gleichzeitig sind die Datenbrillen leicht und daher angenehm zu tragen. "Der Prozess läuft zielstrebig, aber das Wichtigste ist die große Akzeptanz bei den Mitarbeitern", berichtet Robertz.

Gabor Franyo