VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

Weihnachten, das Fest der Liebe… und dem Wunsch nach etwas Besonderem

tns infratest

Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel von großer Bedeutung. Doch auf was legt der Verbraucher Wert unter dem Weihnachtsbaum?

Mit Konsumenten einer Social-Community ließ TNS Infratest dieses Thema in einem Chat diskutieren.

Mit einem Geschenk möchte der Schenkende in erster Linie Freude bereiten. Er möchte Wertschätzung oder gar Zuneigung für den Beschenkten vermitteln. Dies stellt eine große Herausforderung für den Schenkenden dar. Verfehlt er mit seinem Präsent den Geschmack des Beschenkten oder entspricht dieses nicht dessen Selbstbild, besteht die Gefahr, dass dieser sich missverstanden oder ungeliebt fühlt. Der gewünschte Effekt der Wertschätzung bleibt aus.

Womit aber vermittelt man Wertschätzung und Zuneigung? In diesem Punkt sind sich die Konsumenten der TNS-Community einig: Zentrales Kriterium für ein gutes Weihnachtsgeschenk ist Individualität. "Ich muss spüren, dass es für mich ist. Also nicht 08/15 ausgesucht", so Community-Teilnehmerin Odile. "Es muss auf mich persönlich zugeschnitten sein" fügt ein anderer Teilnehmer hinzu. "Oder Bezug zu mir haben" so Community-Mitglied Hebbe.

Außerdem wichtig, ist der Ausdruck des Besonderen. "Es darf nichts Alltägliches sein, ich möchte mich ja als was Besonderes fühlen" schreibt Kiwi69. "Wenn ich sehe, dass sich jemand Mühe gemacht hat", so Community-Teilnehmerin Hermine. "Es sollte nicht aus dem Laden um die Ecke sein, sondern etwas, das schwer zu bekommen ist" ergänzt Harry.

Zur Risikominimierung setzt Teilnehmer Rikibu auf die Weihnachtswunschliste: "Das Spitzenweihnachtsgeschenk ist das, was man sich gewünscht hat und der Wunsch dann in Erfüllung geht."

Als lieblos abgetan werden sogenannte Random-Geschenke. Als Random-Klassiker werden Socken, Krawatten und Pralinen aus dem Supermarkt genannt. Auch Kosmetikprodukte gelten als Geschenke-Klassiker. Die Stimmung innerhalb der TNS-Community verändert sich, denn hier polarisieren die Meinungen.

Während insbesondere die Männer Kosmetik und Düfte als einfallslos und wenig emotional ablehnen, sind es für die meisten Frauen willkommene Geschenke – vorausgesetzt die Wünsche nach Individualität und dem Besonderen werden auch hier erfüllt. "Es darf nicht vor Weihnachten an jeder Ecke beworben werden. Das kommt dann wie ein Allerweltsprodukt rüber" schreibt ein Community-Mitglied. "Ich freue mich über Kosmetikprodukte, die man sich nicht einfach so selbst kauft" ergänzt eine andere Teilnehmerin.

Auch mit Kosmetikprodukten, die bereits in der Verwendung sind, kann der Schenkende Freude bereiten: "Wenn es die Kosmetik oder das Parfum ist, das ich gerne nutze, dann hat sich derjenige in meinen Augen mit mir beschäftigt und ich freue mich" schreibt Nayeli.

Für die meisten Chat-Teilnehmer stellen Düfte als Geschenk das größere Risiko dar. Das Schenken des Lieblingsduftes, eines Duftes der Marke, die bereits in Verwendung ist oder das Erfüllen eines ausdrücklichen Wunsches geben Sicherheit, den richtigen Duft gefunden zu haben.

Grundsätzlich setzen die Community-Mitglieder bei nahestehenden Personen andere Kriterien an als bei Personen, bei denen sie nicht mit einem Geschenk gerechnet haben. Bei unerwarteten Geschenken bereitet auch der Duft oder das Kosmetikprodukt aus dem Drogeriemarkt Freude. Wertschätzung wird in diesem Fall weniger über das konkrete Produkt sondern viel mehr über die unerwartete Geste vermittelt.

Die Community von TNS Infratest besteht aus engagierten Frauen und Männern zwischen 18-65 Jahren, die motiviert sind, sich mit Gleichgesinnten online auszutauschen. Dabei wird über Kauf und Gebrauch von Marken und Produkten ebenso wie über Motivationen und Ärgernisse diskutiert.

TNS Infratest hat im November 2011 in einem Online-Chat mit 15 ausgewählten Teilnehmern das Thema Weihnachtsgeschenke diskutiert.