VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.
KI zwischen Skepsis und Zustimmung
Ausgabe I, 2019

KI zwischen Skepsis und Zustimmung

Sara Lindemann
Sara Lindemann

Künstliche Intelligenz im Recruiting – eine viasto-Studie analysiert die Einstellung von Bewerbern zum derzeit so viel diskutierten Thema

Die Zahl derer, die gerade der Kosmetikbranche eine Vorreiterrolle in Sachen Digitalisierung zuschreiben, ist groß. Hintergrund: Kaum eine Branche setzt sich mit derart schnelldrehenden Produkten auseinander wie diese – ein idealer Nährboden für digitale Innovation. Die Folge: Zahlreiche Online-Anbieter kosmetischer Konsumgüter wachsen gemäß einer McKinsey Studie bis zu vier Mal schneller als herkömmliche Anbieter. Aus dieser durchaus erfolgreichen digitalen Entwicklung entsteht auf Recruiting-Seite der Druck, die richtigen und vor allem passenden Mitarbeiter zu finden. Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass aus diesem Druck in Verbindung mit der ausgeschlossenen Haltung digitalen Themen gegenüber, eine besondere Innovationsfähigkeit entsteht, was die Einbindung von Künstliche Intelligenz in Recruiting-Projekten betrifft. viasto hat vor kurzem eine sehr umfangreiche Studie zum Einsatz von KI-Technologien in den Recruitingprozess durchgeführt. Dafür wurden mehr als 1.000 Bewerber befragt. Wir haben Ihnen die fünf wichtigsten Erkenntnisse der Studie zusammengefasst:

#1 Am Anfang steht die Skepsis

Zunächst einmal war es nicht sehr überraschend, dass acht von zehn Bewerbern davon ausgehen, dass KI die Personalauswahl der Zukunft stark beeinflussen wird. Auch mit einer hohen Anzahl an grundsätzlich skeptischen Kandidaten war zu rechnen. Diese liegt gemäß unserer Studie bei 47 %. Überraschender war dagegen, dass diese beschriebene Skepsis vor allem zwei Ursprünge hat: erstens, wenn die konkreten Nutzungsmöglichkeiten nicht erklärt werden und zweitens, wenn KI-Lösungen zur konkreten Auswahl genutzt werden, was vor allem an dem viel zu oft unseriösen und zweifelhaften Angebot auf dem Markt liegen könnte.

#2 Skepsis hat mit zu geringer Aufklärung zu tun

Bewerber haben gemäß unserer Studienergebnisse kein klares Bild davon, wie oft Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz bereits Einzug in die Recruitinginstrumente von Arbeitgebern gefunden haben. So sind 40% der Befragten u?berzeugt, dass Künstliche Intelligenz schon heute in HR-Prozessen eingesetzt wird. Allerdings haben nur 14% von ihnen das Gefühl, selbst in ihrem eigenen Bewerbungsprozess mit derartigen Lösungen in Berührung gekommen zu sein.

 

Das zeigt: Es existiert eine inhaltliche Wissenslücke, was das Thema angeht, von dem ja auch Kandidaten viel lesen, hören und sehen. Eine solche Unsicherheit sorgt dann ganz natürlich für eine grundsätzliche Skepsis - wohl eine ganz normale Reaktion.

#3 Richtiger Job, richtige Technologie

Die grundsätzliche Skepsis gegenüber KI-Technologien im Bewerbungsprozess fällt interessanterweise auf Kandidatenseite, wenn der konkrete Nutzen für die eigene Jobsuche offensichtlich wird. So stufen beispielsweise etwas mehr als zwei Drittel der Kandidaten den Einsatz von Algorithmen als etwas positives ein, wenn diese dabei helfen können, einen wirklich passenden Job zu finden – bei jungen Bewerbern zwischen 18 und 29 Jahren liegt die Zustimmung in diesem Fall sogar bei über 78%.

#4 Per Algorithmus zum richtigen Kollegen? Ja, gerne!

Besonders hoch ist die Zustimmung zum Einsatz von Algorithmen rund um den Personalauswahlprozess neben der Jobsuche auch dann, wenn es darum geht die passenden Kollegen und Vorgesetzten zu eruieren. Denn 64% der in der viasto-Studie Befragten befürworten sie, wenn dadurch ein Kollege ausfindig gemacht wird, der fachlich zu den eigenen Fähigkeiten passt. Bei 62% liegt der entsprechende Zustimmungswert, wenn darüber ein zur eigenen Persönlichkeit passende Kollege gefunden wird. 60% würden den Einsatz von Algorithmen schließlich befürworten, wenn ihr Arbeitgeber so den idealen Vorgesetzten findet.

#5 Die richtige Frage im Job Interview stellen und beantworten

Grundsätzlich herrscht beim Zukunftsthema KI noch große Unsicherheit – das betrifft natürlich auch den Recruitingprozess. Viele Kandidaten können dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ noch keine konkreten Maßnahmen zuordnen. Das allerdings ändert sich durch nachvollziehbare Angebote zusehends. viasto zum Beispiel hat eine Technologie auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt, die smarte Interviewleitfäden für Arbeitgeber erstellt – also Leitfäden, die genau zu dem jeweiligen Kandidaten und der entsprechenden Stelle passen. Künstliche Intelligenz lässt sich aus Unternehmenssicht so ganz easy in bestehende Prozesse einfügen und hilft dabei, diese maximal zu vereinfachen und zu verbessern. So entsteht eine Einsatzmöglichkeit, die Arbeitgebern hilft, bessere Fragen zu stellen und Bewerbern dabei hilft, auf Interviewfragen zu antworten, die tatsächlich das Ziel haben den genau passenden Kandidaten zu finden. Die Folge: ein deutlich besserer Personalauswahlprozess für beide Seiten.

Das Whitepaper zu den Ergebnissen der viasto Studie kann hier kostenfrei downgeloadet werden: https://pages.viasto.com/whitepaper/KI-im-HR

Sara Lindemann, viasto




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