VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

Helmut Baurecht, Gründer & Inhaber ARTDECO cosmetic GmbH

VKE – Personality Fragebogen

Helmut Baurecht, Gründer & Inhaber ARTDECO cosmetic GmbH

Seit wann bist Du in der Kosmetikbranche und in welchen Funktionen warst Du schon tätig?

Seit 1972 – ich begann als Sachbearbeiter, wurde dann Verkaufsleiter Innendienst, danach Marketing und Exportleiter, und stv. GF bei Langguth cosmetic – 1984 habe ich dann mein erstes eigenes Unternehmen gegründet – zuerst cosmetic creativ service, um Kollektionen für andere Marken zu gestalten, und danach die ARTDECO cosmetic GmbH, später dann noch BeYu cosmetic & more und ICB mit den Marken Make up Factory und ANNY.
 

Was war Dein ursprünglicher Berufswunsch? Falls es ein anderer war: Schade, dass nichts daraus geworden ist?

Innenarchitekt – ich wollte auf jeden Fall etwas Kreatives machen, viele meiner Freunde dachten auch, ich will Schauspieler werden, aber dann bin ich doch zu dem zurückgekehrt, was ich gelernt hatte – einem kaufmännischen Beruf, und habe dabei versucht, meine kreative Seite so weit wie möglich mit einzubeziehen.
 

Dein Lieblingsprodukt?

Inzwischen muss ich sagen mein iPhone, es begleitet mich in allen Lebensbereichen, - wenn es um Kosmetik gehen soll, dann habe ich kein eindeutiges Lieblingsprodukt, sondern experimentiere mit unseren Skin Yoga-Pflegeprodukten und finde es spannend, immer wieder Neuentwicklungen auszuprobieren.
 

Dein Hauptcharakterzug?

Ich versuche nach dem Basisdenken des Buddhismus zu leben – frei sein von Hass, Neid und Gier.
 

Dein Lebensmotto?

Leben und leben lassen.
 

Gibt es Fehler, die Du verzeihst?

Im Berufsleben fast alle, sofern sie sich nicht wiederholen – privat kann mich kaum was aus der Fassung bringen - auf jeden Fall bin ich in keiner Weise nachtragend.
 

Wo würdest Du gerne leben?

Ich liebe es zu reisen, aber lebe insgesamt gerne dort, wo ich meine Wohnsitze habe – in München, Ibiza und Kitzbühel.
 

Welcher Trend, welche Entwicklung (Kultur, Politik, Wirtschaft...) ist aktuell total überschätzt?

Ich verstehe die Frage nicht, ganz genervt bin ich vor allem von den teilweise völlig sinnfreien Coronamaßnahmen und der völlig irrelevanten Informationspolitik unserer Politiker hierzu und von dem ganzen Genderthema. Privat und beruflich haben für mich Frauen immer eine wichtige Rolle gespielt und für mich ist Gleichberechtigung auf allen Ebenen selbstverständlich. Ob es richtig ist, dass unser Visagist auf die Damentoilette geht, weil er sich gerade so fühlt, bin ich mir nicht so sicher.
 

Mit welcher (historischen) Person würdest Du gerne wo (Strand, Bar, zuhause...) über das Leben diskutieren?

Möglicherweise mit dem Dalai Lama, um mehr über das buddhistische Weltbild zu erfahren - aber es interessieren mich genauso erfolgreiche Wirtschaftsbosse, um mit ihnen darüber zu sprechen, aus welcher Sicht sie in Krisensituationen entsprechende Entscheidungen getroffen haben.
 

Welchen Wirtschaftsführer bewunderst Du?

Fasziniert bin ich von Persönlichkeiten wie Bernard Arnault, der in einer Generation ein unglaubliches Luxusimperium geschaffen hat. Aber daneben gibt es auch viele andere – so gibt es erstaunlich viele mittelständische Unternehmer, die kaum jemand kennt, die es jedoch geschafft haben, innerhalb weniger Jahre eine weltweite Vormachtstellung in ihrem Spezialgebiet aufzubauen. Bei der Hall of Fame -Veranstaltung vom Handelsblatt werden immer wieder solche erstaunlichen Persönlichkeiten vorgestellt, die innerhalb von wenigen Jahren weltweit Tochterfirmen etablieren. Besonders faszinierend sind daneben natürlich die ganz großen Überflieger von Bill Gates bis Elon Musk.
 

Wo siehst Du die Beautybranche und ihre Partner in 10 Jahren?

Ich befürchte, dass die Konzentration auf immer weniger Konzerne auf der Industrie- aber auch der Handelsseite weiter voranschreitet und damit die Individualität teilweise auf der Strecke bleibt. So erzielen in unserem Bereich – der dekorativen Kosmetik – schon heute wenige Konzerne den Großteil des Umsatzes. Die diversen Luxusmarken, die wiederum auch nur zu wenigen Konzernen gehören, spielen hierbei auch nur noch eine sehr begrenzte Rolle.