VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.
Monika Fendt

Monika Fendt

Interview mit Monika Fendt

Verlagsgeschäftsführerin, Bauer Premium München KG

Was war für Sie das innovativste Zeitschriftenprojekt?
Happinez aus den Niederlanden. Die Übersetzung eines sehr vielfältigen Mindsets in ein hochwertiges Magazin für alle Sinne ist ein Volltreffer. Sie trifft den Nerv unserer Zeit, ist die Antithese zur Digitalen Welt und liefert das Gegenteil von "snackable content".

Ihr Lieblingsheft aus dem eigenen Verlag?
Cosmopolitan

..., weil
sich wirklich gute Magazin-Konzepte über viele Jahrzehnte und überall auf der Welt beweisen müssen. Hier zeigt sich die wirkliche Kraft einer Marke. Aus der Idee, die Souveränität von Frauen in allen gesellschaftlichen und persönlichen Bereichen zu stärken ist heute die weltgrößte Frauenzeitschriftenmarke geworden, die über all die Jahre keinen Millimeter an Relevanz verloren hat. Es ist ein Vergnügen, daran mitzuarbeiten, dass die deutsche Cosmopolitan diesen Chor als starke Stimme bereichert.

Vor welcher Zeitschrift auf dem deutschen Markt haben Sie Hochachtung/Respekt?
brand eins

..., weil
ich den Mut und die Konsequenz der Chefredakteurin bewundere und von der Qualität des Wirtschaftsmagazins und den Denkanstößen, die es mir schenkt, jeden Monat aufs Neue begeistert bin.

Welches Format fehlt noch auf dem deutschen Markt?
Das präsentieren wir nächsten Monat zuerst unserer Verlegerin und dann hoffentlich bald der Öffentlichkeit.

Zeitschriften und Kosmetik geben ...
…die kleine Portion Luxus für jeden Tag. Verändern nicht die Welt. Machen sie aber deutlich aufregender und lebenswerter.

Luxuskosmetik ist ...
…die besondere Aufmerksamkeit, die ich mir selbst oder anderen Menschen zukommen lasse.

Was lesen Sie wo? (Gattung/ Titel/ als Printversion, App oder kindle...)
Beim Frühstück
lese ich ganz traditionell die Tageszeitung auf Papier. Am Sonntag können das auch mal mehrere werden.

Im Büro
genieße ich den Luxus eines täglichen Pressespiegels und einer großen Auswahl an Frauenzeitschriften aus Deutschland und dem Rest der Welt.

Am Flughafen / im Flieger / Zug
gönne ich mir höchstens eine BILD bevor ich mich den Arbeits-Unterlagen zuwende. Also klassischer In-Time-Vorbereiter ist die Anreise immer schon Teil der Termin-Vorbereitung.

Im Urlaub
lese ich Bücher und lasse dabei die Bilder in meinem Kopf entstehen.

Abends auf dem Sofa
unterhalte ich mich lieber mit anderen Menschen oder höre Musik.

Im Bett
lese ich jeden Abend in einem Buch. Wenn es ein Krimi ist, also ziemlich oft, kann das auch mal sehr lange dauern.

Wohin entwickelt sich der Zeitschriftenmarkt bis 2020?
Das Regal wird auch in fünf Jahren mit einer großen Vielfalt an Magazinen gefüllt sein, weil die Menschen in Deutschland Zeitschriften lieben und die Baby-Boomer, also die in den 1960er Jahren Geborenen, über zunehmend mehr Zeit verfügen. Diese Generation ist mit Zeitschriften groß geworden und wird nicht plötzlich aufhören zu lesen. Ganz im Gegenteil. Unabhängig davon, ob das zu 100 Prozent gedruckte Produkte sind, werden vor allem Frauen-Magazine über alle Altersgruppen hinweg weiterhin geliebt und gelesen werden.