VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

Dekorative Kosmetik weiterhin im Höhenflug

Ein Beitrag von Sabine Hefter, Director Premium Cosmetics, CS, SymphonyIRI Group GmbH


Sabine Hefter

Das Geschäft mit Lippenstift und Co. war auch in 2011 ein sicherer Umsatzbringer: Mit einem Umsatzplus von 3 % im Gesamtmarkt (LEH+FH+KWH) setzte sich der Trend der letzten Jahre in etwas abgeschwächter Form weiter fort.

Die Kernabsatzgebiete Drogeriemärkte und Parfümerien weisen eine auf den ersten Blick ähnliche Entwicklung auf – beide Kanäle mit einem Umsatzplus von 4 % sowie einem deutlich stärker mengen- als wertgeprägtem Wachstum. Auf den zweiten Blick aber entwickeln sich die Segmente von zwei unterschiedlichen Punkten aus zueinander: während die Angebote im Drogeriemarkt, vor allem die attraktiven Neuheiten, preislich höher positioniert werden, gibt es in der Parfümerie zumindest partiell preislich sehr niedrig positionierte Einstiegsangebote, vor allem im handelsexklusiven Nagellackbereich.
Preise um die 1,90 € für Nagellack sind ungewohnt für das Parfümerie-Umfeld. Es bleibt abzuwarten, ob damit auf Dauer eine Kundschaft generiert wird, die auch Interesse am restlichen Parfümeriesortiment entwickelt.

Sieht man von diesen Exklusivangeboten einmal ab, sind es vor allem die selektiven Anbieter, die für das stabile und anhaltende Wachstum in der Parfümerie sorgen. "Farbe + Textur" sind die entscheidenden Kaufimpulse, die je nach Sortimentsbestandteil unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Die großen Designermarken, aber auch die Studiobrands können das Interesse der Konsumenten verstärkt auf sich ziehen. Am Beispiel Lippenstift wird die "Außenwirkung" der Marken deutlich: Man zeigt sich gern mit einem Lippenstift, dessen Marke das "kleine" Luxusgefühl einer großen Designermarke widerspiegelt.