VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

Willkommen in der digitalen Welt

In einer Zeit der großen Herausforderungen sind Impulse und Austausch besonders wichtig. Der VKE-Treff bot beides.

Das Thurn und Taxis Palais in Frankfurt am Main war am 9. September bei bestem Wetter Austragungsort des VKE-Treffs, der im Kompakt-Format stattfand. Heißt: Die rund 100 Gäste aus Industrie, Handel und Medien trafen sich, wie auch im letzten Jahr, zunächst im Innenhof des Palais. Die Freude, sich endlich einmal wieder live zu sehen und auszutauschen, war allen anzumerken. „Die vergangenen anderthalb Jahre haben den Markt durchgerüttelt. Ein verändertes Konsum- und Einkaufsverhalten ist zum Treiber der Digitalisierung für Handel und Industrie geworden“, so Markus Grefer, VKE-Präsident und Geschäftsführer Puig Deutschland, bei seiner Begrüßung. Er bedankte sich bei den Mitgliedern für die engagierte Zusammenarbeit, gerade auch im Hinblick auf die Umsetzung des Strategieprojekts #VKE2025.

Branche im Wandel
Wie reagieren die Beauty-Marken auf den Wandel und wo gibt es Potenzial? „Digital First gilt als der Wachstumstreiber. Auch in der Kosmetik“, weiß VKE-Geschäftsführer Martin Ruppmann. Die Pandemie habe die Entwicklung noch beschleunigt. „Corona war und ist auch im Zeitraffer notwendiger Entwicklungen zu sehen.“ Die Zukunft gehe deutlich auch in Richtung eines nachhaltigen, bewussten Konsums. Das Thema wurde am Nachmittag von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Moderator und Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar zeigte die riesigen Herausforderungen auf, die mit dem „Green Deal“ einhergehen. Über bewussten Konsum diskutierte er anschließend mit Jennifer Baum-Minkus, Gründerin der Marke Gitti, und der Bloggerin Charlotte Schüler. Sie lebt seit sieben Jahren plastikfrei und ist sich sicher: „Im Kosmetikbereich kann man besonders viel Müll durch die Verwendung von festen statt flüssigen Produkten reduzieren. Zudem kann man mit Refill-Systemen viel Plastikmüll einsparen.“ Aber nicht nur das Produkt allein sei wichtig, sondern auch, für was das Unternehmen hinter der Marke stehe und wie man sich für mehr Nachhaltigkeit und soziale Themen einsetzt.

Umdenken muss stattfinden
Leitthema bei Gitti ist Conscious Beauty, also der bewusste Konsum von Beauty- Produkten. Die Gitti Community wird stets in Entwicklungen und Themen eingebunden. „Ich glaube, die Beauty-Branche braucht eine Revolution, damit sich richtig etwas verändert und ein Umdenken stattfindet“, so Jennifer Baum-Minkus. Eine Beauty-Routine, die nachhaltig ist und auf bewusstem Konsum basiert, sei die Zukunft der Branche.

Susanne Stoll