VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.

Fiona Donaldson | Geschäftsführerin der Payot Deutschland GmbH

VKE – Personality Fragebogen

Fiona Donaldson

Fiona Donaldson

Seit wann bist Du in der Kosmetikbranche und in welchen Funktionen warst Du schon tätig?

Nach 10 Jahren in der Musikindustrie bin ich 2001 in die Kosmetikbranche gewechselt und habe zunächst als Brand Manager für die Kosmetikmarke PAYOT bei der ehemaligen Parfum Distribution Hamburg gearbeitet. Später leitete ich die Marketing-Abteilung bei PUIG und war in dieser Funktion für den gesamten Duft- und Kosmetikbereich verantwortlich. Seit 2016 bin ich Geschäftsführerin der Payot Deutschland GmbH und verantworte das operative Geschäft von PAYOT in Deutschland und Österreich.

Was war Dein ursprünglicher Berufswunsch? Falls es ein anderer war: Schade, dass nichts daraus geworden ist?

Ich wollte Anwältin werden und habe tatsächlich auch nach der Schule angefangen, in meiner Heimat England, Jura zu studieren. Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass dies für mich nicht die richtige Wahl war und habe das Studienfach gewechselt: Schwerpunkt Sprachen mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre. Ich bereue keine meiner Entscheidungen und wäre heute mit Sicherheit nicht in Deutschland, wenn ich meinen ursprünglichen Berufswunsch weiterverfolgt hätte.

Dein Lieblingsprodukt?

Ich kann definitiv kein einzelnes Produkt nennen. Ich benutze täglich viele Beautyprodukte und probiere gerne aus. Mein All-Time-Favorit-Duft ist Comme des Garcons 2. Aktuell liebe ich den Lippenstift Generation G von Glossier. Von PAYOT benutze ich gerade die Produkte aus unserer neuen biozertifizierten Pflegelinie HERBIER: 100% vegan mit maximaler Sinnlichkeit – typisch PAYOT :-)

Dein Hauptcharakterzug?

Zielstrebigkeit

Dein Lebensmotto?

Keep moving!

Gibt es Fehler, die Du verzeihst?

Ich finde es sehr wichtig, Fehler im Leben zu machen / machen zu dürfen. Leider gibt es in Deutschland keine gesunde Fehlerkultur. Bei Problemen bzw. Misserfolgen kommt sehr schnell die Frage der Schuld auf. Wer Angst hat, Fehler zu machen, wird in seinen Handlungen gelähmt. Grundsätzlich verzeihe ich fast immer Fehler, es sei denn sie sind aus böser Absicht passiert. Wer nicht verzeihen kann, macht Platz für Hass und Verbitterung, die wahrlich keine positiven Wegbegleiter sind.

Wo würdest Du gerne leben?

Am liebsten an drei Orten: Ich bin in meiner Wahlheimat Hamburg sehr glücklich, könnte mir aber auch vorstellen, ein Teil des Jahres in Schottland sowie in Südfrankreich zu leben.

Welcher Trend, welche Entwicklung (Kultur, Politik, Wirtschaft....) ist aktuell total überschätzt?

Die Frauenquote. Es ist wichtig, das Potential von Frauen in der Wirtschaft und Politik zu fördern. Der Vergleich mit Männern ist meiner Meinung nach bei der Leistungsbeurteilung von Frauen allerdings fehl am Platz. Frauen haben andere Stärken als Männer, sorgen für mehr Vielfalt und Wettbewerb. Sie müssen aufgrund ihrer Leistung Führungsaufgaben übernehmen und nicht wegen einer Quote. Gleichberechtigung muss in der Gesellschaft und in den Köpfen der Menschen stattfinden. Da muss man ansetzen.

Mit welcher (historischen) Person würdest Du gerne wo (Strand, Bar, zuhause...) über das Leben diskutieren?

Michelle Obama, am liebsten bei ihr zu Hause, damit ich gleichzeitig auch noch auf ihren Mann treffe. Zusammen nehme ich sie als couragiertes, charismatisches Power Couple wahr, von denen man mit Sicherheit noch viele Lebensweisheiten lernen kann.

Welchen Wirtschaftsführer bewunderst Du?

Mir fällt spontan keine/r ein. Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass künftiges Wirtschaftswachstum nur in Verbindung mit Klimaschutz gehen kann. Deshalb sind alle Firmen und Firmengründer für mich ein Vorbild, die Wege und Technologien finden, Wachstum zu fördern, ohne die Umwelt zu belasten.

Wo siehst Du die Beautybranche und ihre Partner in 10 Jahren?

Unsere Branche ist im Umbruch, aber ich glaube, dass die Nachfrage nach Beautyprodukten weiterhin wachsen wird. Wer mutig, kreativ und in Bewegung bleibt, wird die Herausforderung der nächsten Jahre erfolgreich meistern. Das gilt gleichermaßen für Marken und Handelspartner, ob on- oder offline.