
VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.
Unter den Linden 42
10117 Berlin
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VKE-Kosmetikverband - Die Kultur des Schönen pflegen
Als Interessenvertretung für hochwertige Kosmetika ist der VKE-Kosmetikverband vor 60 Jahren an den Start gegangen. Seitdem hat sich nicht nur der gesamte Kosmetikmarkt, sondern auch das Aufgabenspektrum des Verbandes stetig gewandelt und vergrößert.
Mit der zunehmenden Normalisierung des Alltags nach dem Krieg entstand immer stärker der Wunsch, wieder die Kultur des Schönen zu pflegen und zu leben – mit Genuss, Stil und Leidenschaft. Und genau für diese Werte verstand sich der VKE-Kosmetikverband von Anfang an.
Der VKE-Kosmetikverband vertritt seitdem die gemeinsamen Berufs- und Fachinteressen der mit der Vermarktung von Parfums, Kosmetik und Körperpflegeprodukten befassten Anbieter des mittleren, hohen und höchsten Preissegments. Die Zahl der Mitglieder wuchs dabei über die Jahre auf heute knapp sechzig Unternehmen, die zusammen mehr als 200 zum Teil weltbekannte Marken anbieten und einen Deutschland-Umsatz von fast 2 Milliarden Euro repräsentieren. Entscheidend sind aber keinesfalls Größe oder Umsatz der Einzelunternehmen, sondern die Einhaltung der qualitativen Kriterien des beratungsintensiven selektiven Vertriebs.
Das selektive Vertriebssystem festigen
Bei seiner Arbeit geht es dem VKE seit Anbeginn vor allem darum, das Eigenverständnis der Depotkosmetik zu stärken und auf allen politischen und wirtschaftlichen Ebenen zu manifestieren. Stark im Fokus steht dabei, die Position des selektiven Vertriebssystems weiter zu festigen und Imagepflege für den gehobenen Konsum zu betreiben. Sichergestellt werden soll eine fachlich kompetente, autorisierte, im Sortiment umfassende, qualitativ hochwertige und trotzdem breite Distribution – ein Anspruch, den besonders auch der im Januar 2001 gegründete Arbeitskreis "Selektiver Vertrieb und Recht" verfolgt.
Ein weiteres Tätigkeitsfeld des VKE als Industrieverband und damit Informationsdrehscheibe zwischen Experten aus Wissenschaft, Handel, Endverbrauchern, Verbänden und den Regierungsinstitutionen ist, die Einhaltung der hohen europäischen Verbraucherschutzstandards sicherzustellen. Ein anderes zentrales Anliegen ist die Bekämpfung der Produktpiraterie beziehungsweise der Einfuhr von Kosmetika über sogenannte Graumärkte sowie die Bewahrung eines fairen Wettbewerbs im Kosmetikmarkt.
In diesem Zusammenhang spielt die 2001 mit dem Markenverband eingegangene Kooperation eine wichtige Rolle. Gemeinsam wurden die gleich gelagerten vertriebs- und markenpolitischen Interessen gebündelt, ebenso die vorhandene Expertise auf dem Gebiet des Markenaufbaus, der Markenpflege und vor allem des Marken- sowie Kartellrechts.
Allein 2011 wurden im Produktsegment Parfum und Kosmetik in Deutschland von der Zollbehörde gefälschte Waren im Wert von 1,3 Millionen Euro sichergestellt – bei einer vermutet sehr hohen Dunkelziffer gefälschter Kosmetika, die über nicht autorisierte Vertriebswege, etwa Internet-Auktionsplattformen, ihren Weg zum Verbraucher finden. Der VKE unterstützt daher vielfältige Initiativen, um die globale Verfolgung des Diebstahls von geistigem Eigentum zu ermöglichen.
Aktive Verbraucheraufklärung
Auch die Öffentlichkeitsarbeit gehört zu den Schwerpunkten der VKE-Arbeit. Der Verband ist kompetenter Ansprechpartner in Fragen rund um die Themen Konsumentenverhaltens, Marktdaten- und Studien, Trends, Entwicklungen, Verbraucherschutz und Recht.
Zudem koordiniert der Verband die Arbeit der Fragrance Foundation Deutschland, um der Banalisierung des Kulturguts Parfum entgegenzutreten und die Faszination Parfum zu fördern. In diesem Rahmen findet die jährliche Verleihung des deutschen Parfumpreises DUFTSTARS stat.
Die Unternehmen des selektiven Kosmetikvertriebs konnten 2011 auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seit mehr zehn Jahren zurückblicken. Die vom VKE-Kosmetikverband repräsentierten Unternehmen erzielten 2011 ein überdurchschnittliches Umsatzplus von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe dafür liegen in den starken Qualitätsmarken, hoher Innovationskraft und konstruktiver Lösungsansätze zur Fortentwicklung des Marktes begründet. Zudem habe eine geänderte Absatzpolitik in den Parfümerien dazu geführt, den Konsumenten den Wert von Marken deutlich zu machen und damit ihr Vertrauen zurückzugewinnen.
Aber es gibt auch immer wieder neue Herausforderungen. Beispielsweise hält es der VKE-Kosmetikverband auch in Zukunft für unerlässlich, dass seine Mitgliedsunternehmen der auch in der Kosmetikbranche wachsenden Nachfragemacht der Händler begegnen und überzeugende Konzepte von dort einfordern. Eine besondere Challenge sind in diesem Zusammenhang sicherlich die fortgesetzte Preisfokussierung des Handels, die teilweise unbefriedigende Inszenierungen von Markenwelten, eine unangemessen dominante Eigenmarkenpolitik und Logistikfragestellungen. Zwei Projekte, die deshalb in enger Zusammenarbeit mit dem Handel umgesetzt wurden bzw. gerade umgesetzt werden, sind die Multi-Client-Studie „Duft & Kosmetik“ zur Wahrnehmung des Parfümerieangebots aus Kundensicht und der Branchenguide „Stammdatentausch Selektive Kosmetik“.
Schließlich gilt es, übermäßige regulatorische Eingriffe auf europäischer sowie nationaler Ebene zu verhindern, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.
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